Ihre Webpräsenz im Internet

Was eine gute Webseite ausmacht

Sehr geehrter Herr Karl Tschavoll,

ich stelle Sie kurz vor: Sie sind seit 2001 professioneller Anbieter von Content-Management-Systemen. Sie bieten mit zeweb kleinen Unternehmen professionelle und leistbare Weblösungen an. Ihr Angebot erstreckt sich von der einfachen, statischen Seite bis zum dynamischen Webauftritt und Webshop-Lösungen. Weiters vom Hosting über die Programmierung bis zur Suchmaschinenoptimierung und der statistischen Auswertung der Websites. Darüber hinaus bieten Sie Online-Schulungen für die verwendeten CMS vor Ort und per Fernwartung an. Die dazu notwendigen Grafik-Dienstleistungen beziehen Sie aus Ihrem Netzwerk aus Partneragenturen.

Ein professioneller Webauftritt ist für viele Ein-Personen-Unternehmen und Klein- und Mittel-Betriebe eine besondere Herausforderung. Zeitlich und budgetmäßig. Angefangen von der Struktur, dem Design bis hin zur technischen Umsetzung und der Befüllung mit Inhalten bzw. prägnanten Online-Texten gibt es viele Schritte zu beachten. Daher meine Fragen:

Welche Ziele verfolgen Ihrer Erfahrung nach die meisten EPU und KMU mit einer Website?

Was empfehlen Sie ihnen?

Von Neukunden höre ich oft, dass sie eine Website haben wollen, „weil heutzutage jeder eine Homepage hat“. Das sollte allerdings der unwesentlichste Grund für die Erstellung einer Firmenwebsite sein. Vielmehr sollte am Anfang die Frage stehen: „Was kann eine Firmenwebsite für das Unternehmen leisten“? Und das muss klarerweise mehr sein, als an Zeit und Geld in die eigene Website investiert wird.

Letztlich ist jede Website – egal ob Visitenkarte im Netz, Firmenpräsentation oder Webshop – nur ein Kommunikationsmittel, mit dem bei richtiger Verwendung Interessierte angesprochen und Neukunden gewonnen werden können.

Warum sollte Ihrer Meinung nach ein EPU bzw. KMU auf jeden Fall einen Webauftritt professionell gestalten?

Oder anders gefragt: Was sind die Nachteile einer unprofessionell aufgesetzten Website?

Jeder weiß, dass der erste Eindruck entscheidet. Dabei geht es weniger darum, Besucher und potentielle Kunden zu beeindrucken, sondern vielmehr um den Aufbau von Vertrauen und die Vermittlung von Verlässlichkeit.

Ein unstimmiger Seitenaufbau und eine schlechte Benutzerführung einer Website sind dabei genauso schädlich wie zu viel Effekthascherei und Informationsüberflutung. Bei erfolgreichen Websites und Webshops werden dem Besucher daher immer genau die Informationen geliefert oder nur gerade die „Aufgaben“ zugemutet, die leicht in einem Schritt bewältigt werden können und einen leichten Wechsel zum nächsten Schritt ermöglichen.

Der Nachteil von unprofessionell gestalteten Websites liegt damit auf der Hand: Der Besucher entwickelt nicht das notwendige Vertrauen zum Anbieter, der mit seiner Website vermittelt, dass ihm diese wichtige Schnittstelle eher egal ist und unter anderem auch an der Kundenkommunikation gespart wird. Hier hilft es auch nicht, wenn die Website vielleicht sehr kurz und übersichtlich gehalten wird. Der umgekehrte Fall – ein aufwändiges Design mit weitverzweigten Informationsstrukturen ohne sinnvolle Benutzerführung – ist aber genauso problematisch.

Sie bieten für die technische Umsetzung Content-Management-Systeme wie WordPress an. 

Wann macht eine solche Software zur schnellen Änderung von Website-Inhalten Sinn?

Mit welchen Kosten muss ein EPU oder KMU ungefähr rechnen?

Moderne CMS sind sehr skalierbar und können jeden beliebigen internet-relevanten Geschäftsprozess abbilden. Für einfache Firmen- bzw. Dienstleistungs- und Produktpräsentationen ist es wichtig, im Vorfeld zu klären, wie oft sich Inhalte ändern und wer diese Änderungen umsetzt. Bei seltenen Änderungen (2–3 mal im Jahr), kann es ausreichen, eine statische, also eine Seite aus reinem HTML-Code zu betreiben.

Wenn allerdings regelmäßige Aktualisierungen wie Preisanpassungen, News oder die Einarbeitung neuer Bilder etc. stattfinden sollen, was im Hinblick auf eine gute Suchmaschinenpositionierung sehr zu empfehlen ist, sollte ein CMS eingesetzt werden. Hier werden die Inhalte sauber getrennt vom Design in einer Datenbank abgelegt. Dadurch wird die Bearbeitung sehr einfach und schnell. Der Kunde kann damit jede inhaltliche Änderung selbst vornehmen und ist nicht mehr auf einen externen Dienstleister angewiesen.

Für CMS fallen je nach Anbieter entsprechende Lizenzkosten an. Open Source-CMS wie Typo3, Joomla oder auch WordPress (Blog-CMS) und Oxid eSales (Webshop) können dagegen gratis verwendet werden. Der Kunde zahlt hier also nur für das Design und die System- bzw. Design-Integration. Bei einer vorhandenen Corporate Identity (CI) sind Design und Integration schon ab Euro 1000,– möglich.

Beim Ausbau der Website haben CMS-Lösungen den Vorteil, dass Erweiterungen wie News-Verwaltung oder interaktive Karten einfach an die Website angedockt werden. Die Erweiterungen sind ebenfalls völlig gratis verwendbar. Es fallen also wieder nur die Kosten für die Integration an. So kann eine Website kontrolliert und angepasst an das jeweils zur Verfügung stehende Budget wachsen, ohne jemals an technische Grenzen zu stoßen, was bei reinen HTML-Seiten sehr schnell der Fall sein kann.

Vorsicht ist übrigens angebracht bei Lock-Angeboten wie Gratis-Websites und ähnlichem. Hier übersteigen die nachfolgenden monatlichen Kosten für Nutzungsgebühren meist innerhalb von zwei Jahren den Preis für eine Website einer ernst zunehmenden Web-Agentur. Firmen mit derartigen Angeboten bringen ihre Kunden bewusst in eine Abhängigkeit, die letztlich nur Geld und Nerven kostet.

Zum Abschluss noch eine Frage: Online- und Social Media-Marketing sind in aller Munde.

Ersetzt Ihrer Meinung nach Facebook in absehbarer Zeit die „herkömmliche Website“?

Facebook, Tumblr, Twitter und Social Networks sind kein Ersatz für die eigene Website, sondern vielmehr ein wichtiges Hilfsmittel, den Bekanntheitsgrad der eigenen Website und damit des eigenen Unternehmens zu steigern. Mit gegenseitigen Verlinkungen der eigenen Website und dem Firmenprofil auf verschiedenen Social Networks können sehr viele Besucher auf die eigene Website gebracht werden. Andererseits können sich Unternehmer in Social Networks wesentlich privater präsentieren und damit näher an Besucher und potentielle Kunden herantreten, als dies auf der eigenen Website möglich wäre.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen veröffentlicht umfangreiche Neuigkeiten, die aufgrund des informativen Charakters keine (oder zumindest nicht nur) Eigenwerbung beinhaltet. Einen sogenannten Teaser (also ein kurzer Text, der neugierig macht, Anm.) dieser News könnte das Unternehmen nun auf die eigene Facebook-Page stellen, mit einer entsprechender Verlinkung zum ganzen Text auf der eigenen Website. Bekommt der News-Artikel oder das Unternehmen selbst dann entsprechende „Likes“, werden andere User, die diese „Likes“ sehen, evtl. auch auf die Website wechseln, um den ganzen Artikel zu lesen.

Umgekehrt können Besucher, die über die Website des Unternehmens zum News-Artikel gelangt sind, diesem Artikel gleich an Ort und Stelle ein „Like“ verpassen und auf der Facebook-Page des Unternehmens Kommentare schreiben, die das Unternehmen selbst dann wieder beantworten kann. So kann ein dynamischer Dialog entstehen, der Besucher bzw. Kunde und Unternehmen wesentlich schneller zusammenbringen kann, als das jeweils mit Website oder Facebook-Page alleine möglich wäre.

Social Media-Marketing birgt allerdings auch Risiken. Reine Werbung und Eigenlob werden von der Community gnadenlos abgestraft, ebenso der Versuch, allein meinungsbildend zu sein oder Kommentare und Bewertungen selbst unter Pseudonymen zu schreiben. Das kann im schlimmsten Fall in einem sogenannten „shitstorm“ (Anm.: Öffentliche Entrüstung vieler User über Unternehmen oder Personen in sozialen Netzwerken) enden.

Das Internet ist voll von Beispielen, wie man es nicht machen soll. Nur wer die Nutzer von Social Networks als gleichwertige Gesprächspartner und das Prinzip von „give and take“ akzeptiert, wird langfristig durch Social Media-Marketing erfolgreich sein.

Herzlichen Dank für das Interview!
Mag.a Anna Oladejo

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Die bodenständige Werbeagentur für Klein- und Mittelbetriebe

Maria-Tusch-Straße 6/16 A, 1220 Wien (Seestadt Aspern)

+43 (0)660/408 79 75

oladejo@interlinkmarketing.at

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